Magazine sind die häufigste Ursache für Funktionsstörungen – noch vor Munition und Waffe. Gleichzeitig ranken sich um Pflege und Lagerung erstaunlich viele Mythen. Hier die Fakten aus unserer Erfahrung als Hersteller.
Mythos 1: «Gefuellte Magazine ermüden die Feder»
Federn ermüden durch Lastwechsel (fuellen und leeren), nicht durch statische Kompression. Ein über Monate gefuellt gelagertes Qualitätsmagazin verliert praktisch keine Federkraft. Wer rotieren will, kann – nötig ist es bei modernen Magazinen wie dem Magpul PMAG nicht.
Mythos 2: «Magazine muss man ölen»
Genau falsch: Öl im Magazininneren bindet Staub und Pulverrückstände zu Schleifpaste und kann Munition kontaminieren. Magazine werden trocken gereinigt: zerlegen, mit Bürste und Tuch auswischen, trocken zusammensetzen. Polymermagazine sind darin unschlagbar pflegeleicht.
Die richtige Routine
- Nach dem Schiessen: Sichtkontrolle der Lippen (Zubringerlippen) auf Verformung – die häufigste Ursache für Zuführstörungen.
- Periodisch: Zerlegen, trocken reinigen, Zubringer auf Gängigkeit prüfen.
- Defekte Magazine aussortieren: Ein Magazin, das zweimal Störungen verursacht hat, wird markiert und ausgemustert oder nur noch fürs Störungstraining verwendet. Magazine sind Verbrauchsmaterial.
Lagerung
Trocken, staubgeschützt und bei Zimmertemperatur – Polymer mag keine dauerhafte UV-Bestrahlung. Für den Transport zum Stand haben sich Magazintaschen und MOLLE-Pouches bewährt: Sie schützen die Lippen und halten Ordnung im Range Bag.
Wie viele Magazine braucht man?
Unsere Faustregel für Sportschützen: mindestens vier pro Waffe – zwei im Einsatz, eines in Reserve, eines darf in der Reinigung oder Ausmusterung sein. Behörden rechnen je nach Doktrin höher. Magazine und passende Pouches finden Sie in unserem Magpul-Sortiment.
